Steuer

Riester Förderung

Riester Förderung

Im Rahmen der Riester Förderung gilt bei dieser Art der Altersvorsorge die nachgelagerte Besteuerung. Das bedeutet, dass sämtliche Leistungen während der Ansparphase inklusive der Zulagen aus der Riester Förderung und der erwirtschafteten Erträge von der Steuer befreit sind. Stattdessen unterliegen die Bezüge während der Rentenphase der Einkommensteuer. Außerdem gilt im Rahmen der Riester Förderung, dass Sie anstelle der jährlichen staatlichen Zulagen vom Sonderausgabenabzug profitieren können, sofern dieser günstiger für Sie ist.

  • Jährlicher Steuervorteil
  • Keine Versteuerung der Erträge
  • Versteuerung der Rente
  • Ausnahme: Wohn Riester

Jährlicher Steuervorteil

Inwieweit Sie von den staatlichen Zulagen der Riester Förderung profitieren, ist unter anderem von Ihrem Einkommen abhängig. Seit 2008 können Sie bis zu 2.100,-- Euro im Jahr inklusive der erhaltenen Riester Förderung steuerlich geltend machen. Die erhaltene Riester Förderung wird von Ihrer Steuerersparnis abgezogen. Welche Art der Riester Förderung für Sie lukrativer ist, ermittelt das Finanzamt über die "Günstigerprüfung". Greift bei Ihnen der Sonderausgabenabzug als Riester Förderung, erhalten Sie einen überschüssigen Betrag ausbezahlt.

Keine Versteuerung der Erträge

Zur Riester Förderung im weiteren Rahmen zählt die steuerliche Befreiung der erwirtschafteten Erträge. Während bei anderen Spar-Verträgen sämtliche Zinsen und Zinseszinsen unmittelbar versteuert werden, gilt während der Ansparphase der Riester Rente, dass sämtliche Beträge in vollem Umfang in die Altersvorsorge fließen. Die Erträge werden erst bei der Rentenzahlung zusammen mit den eigenen Einlagen und den staatlichen Zulagen nach dem persönlichen Satz versteuert.

Versteuerung der Rente

Die Riester Rente ist neben der Steuerbefreiung während der Ansparphase auch von der Abgeltungssteuer befreit. Stattdessen werden die Auszahlungen im Rentenalter zu dem dann gültigen, in der Regel niedrigeren Satz versteuert. Mit dieser Regelung soll erreicht werden, dass die angesparten Beträge und die Rendite in größtmöglichem Umfang in die Rente fließen.

Ausnahme: Wohn Riester

Bei dieser Variante erhalten Sie keine steuerpflichtigen Rentenzahlungen. Um einen steuerlichen Vorteil gegenüber anderen privaten Vorsorgemaßnahmen auszuschließen, greift eine Sonderregelung. Beim Finanzamt wird während der Ansparphase ein rechnerisches Konto geführt, auf dem sämtliche Zahlungen verbucht und mit 2 Prozent verzinst werden. Mit Beginn der Rentenphase wird das Gesamtguthaben auf dem sogenannten Wohnförderkonto nach dem jeweiligen persönlichen Satz versteuert. Sie haben dann die Möglichkeit, die Steuerschuld in monatlichen Raten zu begleichen oder sie in einem Betrag zu tilgen. Entscheiden Sie sich für letztere Möglichkeit, gewährt der Staat eine Vergünstigung von 30 Prozent.